PETRIKIRCHE UND DAS DEUTSCHE VIERTEL


Das Deutsche Viertel am Newski Prospekt ist ein wesentlicher Teil des historischen Stadtzentrums. Es entstand schon kurz nach der Gründung von Sankt Petersburg und hat in den letzten 300 Jahren das Schicksal geteilt. Bis heute hat es nichts an Charme und kultureller Bedeutsamkeit eingebüßt.

Aus der Geschichte des Deutschen Viertels

1838

1838

Fertigstellung der Petrikirche nach den Plänen von A. Brüllow. Das Gebäude im klassizistischen Stil zierte den Newski Prospekt und wurde zum Anziehungspunkt der größten deutsch-lutherischen Gemeinde der Stadt.

1937

1937

Schließung der Kirche auf Erlass der sowjetischen Regierung. Die beiden letzten Gemeindepfarrer, Paul und Bruno Reichert, wurden verhaftet und erschossen. Die Petrigemeinde hörte für mehr als 50 Jahre auf zu existieren.

1963

1838

In der Petrikirche eröffnet ein Schwimmbad. Sein Becken aus Stahlbeton dient bis heute als anschauliche Erinnerung an die Zeit, in der das Kirchengebäude für einen anderen als seinen ursprünglichen Zweck genutzt wurde.

1993

 год

Die Regierung der Stadt gibt das Kirchengebäude an die Gemeinde zurück. Im Verlauf der Rekonstruktionsarbeiten wird das Schwimmbecken durch den Boden des Kirchensaals zugedeckt. In der Petrikirche gibt es wieder Gottesdienste.

Das Gebäude der Petrikirche

Öffentliches Leben

Gemeinde

Gemeinde

Im Jahr 2010 hat die deutsch-lutherische St. Petrigemeinde ihren 300. Geburtstag gefeiert. Während der ganzen Zeit ihres Bestehens war sie die größte unter den lutherischen Gemeinden der Stadt. Die Gemeinde verfügt über eine lange und stabile Tradition von Wohltätigkeits- und Bildungsaktivitäten.

Kanzlei

Kanzlei

In der Bischofskirche der Apostel Petrus und Paulus befindet sich zudem die Erzbischofskanzlei, das administrative Organ der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Russland. Der Erzbischof leitet in der Kirche besonders wichtige Festgottesdienste.

Petrischule

Petrischule

Das im Jahr 1762 errichtete Gebäude der Petrischule hat bis heute seine einzigartige Außenansicht mit Elementen des „petrinischen“ Barock erhalten. Die Petrischule, die frühere Gemeindeschule der Petrikirche, ist die älteste Schule der Stadt. Katharina II. verlieh der Schule im Jahr 1764 eine Reihe von Privilegien. Viele Absolventen der Petrischule wurden in der Folge zu angesehenen Persönlichkeiten in der russischen Kultur. Heute setzt das Gymnasium Nr. 222 seine Tradition des erweiterten Deutschunterrichts fort.

X